Schweizer Bergbahnen profitieren vom Sommer – Gästezahlen steigen um sieben Prozent
von belmedia Redaktion -schweizweit Abenteuer Aktiv Aktiv & Abenteuer Berge Betrieb Business business24.ch businessaktuell.ch Draussen events24.ch familie.ch Familienreisen Freizeit Infrastruktur Jahreszeiten Magazine Mobilität nachrichtenticker.ch Natur Natur & Naturereignisse Natur & Umwelt News Orte Pflanzen Regionen Reisen & Ausflüge reiseziele.ch Routen Schauplätze Schweiz Schweiz Service Sommer Technologie Themen tourismus.ch Unternehmen Verbreitung Verkehr Wirtschaft
Der heisse und sonnige Sommer beschert den Schweizer Bergbahnen deutlich mehr Gäste. Von Saisonbeginn im Mai bis Ende August 2026 verzeichneten die Unternehmen schweizweit sieben Prozent mehr Ersteintritte als im Vorjahr. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre beträgt das Plus sogar 27 Prozent. Besonders stark entwickelt sich das Berner Oberland.
Das zeigt die aktuelle Sommer-Zwischenbilanz des Branchenverbands Seilbahnen Schweiz. Für das Saison-Monitoring wurden die Gästezahlen von mehr als 140 Bergbahnunternehmen aus der ganzen Schweiz ausgewertet.
Hitze treibt viele Menschen in die Berge
Ein wichtiger Faktor für die positive Entwicklung war das Wetter. Nach einem bereits aussergewöhnlich warmen Juli setzte sich das hochsommerliche Wetter auch im August fort.
Die Schweizer Mitteltemperatur lag im August nach Angaben von MeteoSchweiz 3,5 Grad über der Norm der Jahre 1991 bis 2020. Gleichzeitig sorgten zahlreiche Sonnenstunden für gute Voraussetzungen für Wanderungen, Ausflüge und andere Freizeitaktivitäten in höheren Lagen.
Gerade an sehr warmen Tagen wurden die Berge damit für viele Menschen zu einer attraktiven Alternative zu den heissen Städten und tieferen Regionen.
Berner Oberland mit 21 Prozent mehr Gästen
Regional gibt es allerdings deutliche Unterschiede. Das Berner Oberland verzeichnet gegenüber dem Vorjahr mit 21 Prozent das grösste Plus.
Ein Grund dafür ist der Vollbetrieb der Schilthornbahn. Im vergangenen Jahr war deren Betrieb wegen der umfangreichen Umbauarbeiten teilweise eingeschränkt.
Auch Graubünden entwickelt sich stark und liegt elf Prozent über dem Vorjahreswert. Die Waadtländer und Freiburger Alpen kommen auf ein Plus von fünf Prozent, die Zentralschweiz auf vier Prozent.
Im Wallis und im Tessin bewegen sich die Gästezahlen dagegen ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres.
Säntis-Schwebebahn verzerrt Ostschweizer Zahlen
Als einzige Region weist die Ostschweiz offiziell einen Rückgang aus. Dort liegen die Ersteintritte vier Prozent unter dem Vorjahreswert.
Das hat allerdings einen besonderen Grund: Die Säntis-Schwebebahn ist während des Sommers wegen umfassender Erneuerungsarbeiten ausser Betrieb. Ohne diesen Sondereffekt hätten die übrigen Ostschweizer Bergbahnen gegenüber dem Vorjahr sogar 14 Prozent mehr Gäste verzeichnet.
Wie attraktiv die Schweizer Bergwelt gerade im Spätsommer ist, zeigt auch der aktuelle Überblick über Ausflugsmöglichkeiten und Bergbahnen im Schweizer Spätsommer.
27 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt
Noch deutlicher wird die Entwicklung im längerfristigen Vergleich. Schweizweit liegen die Gästezahlen 27 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.
Das Berner Oberland erreicht sogar ein Plus von 58 Prozent. Die Zentralschweiz sowie die Waadtländer und Freiburger Alpen liegen jeweils 28 Prozent über dem Fünfjahresmittel.
Auch die Herkunft der Gäste verändert sich. Neben Schweizer Gästen und Besuchern aus den Nachbarländern nimmt insbesondere die Nachfrage aus Nordamerika zu. Rückgänge aus verschiedenen asiatischen Märkten konnten dadurch in vielen Regionen ausgeglichen werden.
Für die Bergbahnen bestätigt die Zwischenbilanz damit einen längerfristigen Trend: Das Sommergeschäft wird neben der Wintersaison zu einem immer wichtigeren Standbein.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert